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Rio
Blanco Umweltschutz-Projekt und allgemeine Angaben
IMZ's fortgeschrittenes Explorationsprojekt Rio Blanco
befindet sich in der Nähe von Rio Blanco zwischen den Gemeinden Molleturo und
Chauch im Cuenca Bezirk in der Provinz Azuay.
Das Einzugsgebiet des Projekts beinhaltet ein Ökosystem von öden
Hochländern, welche in den tieferen Ebenen mehrheitlich aus kleinen Sträuchern
sowie Schluchten und einheimischen Wäldern bestehen. Das Gebiet liegt zwischen
3600 und 4000 Meter über dem Meeresspiegel. Die durchschnittliche
Jahrestemperatur liegt bei 7°C, der durchschnittliche Niederschlag bei 900 mm
pro Jahr. Zwischen Juli und August herrschen üblicherweise starke Winde und von
November bis Dezember, manchmal bis Mitte Januar, Frost. Folglich ist das
Gebiet gemäss Klassifikation nach L.R. Holdridge als „sehr feuchtes Gebirge"
oder Paramo einzustufen.
Entsorgungspraktiken
Die
Abfallentsorgung ist von entscheidender Bedeutung, um den Einfluss unserer
Aktivitäten auf die Umwelt in der Region auf ein Minimum zu beschränken. Sie
finden im Folgenden eine Zusammenfassung unserer Abfallentsorgungstechniken:
- Entsorgung
fester Abfallprodukte
Die
Entsorgung fester Abfallprodukte im Rio Blanco Bergbaugebiet ist in drei
verschiedene Sammelgefässe aufgeteilt. Das grüne Gefäss steht für biologisch
abbaubare Produkte, wie landwirtschaftliche Erzeugnisse und Tierabfälle. Diese
Nebenprodukte werden in der Baumschule zur organischen Düngerproduktion
verwendet. Das schwarze Gefäss wird für biologisch nicht abbaubare
Nebenprodukte wie Plastik, Büchsen, Glas, Gummi/Latex, Papier und Karton
verwendet. Diese Abfälle werden regelmässig zu den entsprechenden
Entsorgungseinrichtungen in der Nähe von Cuenca gebracht. Das rote Gefäss umfasst
biologisch bedenkliche Erzeugnisse wie Batterien, Filter, Altöl, Farben und
medizinische Abfälle vorgesehen. Diese Abfälle werden jeweils zu den entsprechenden
hermetischen Deponien gebracht.
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Entsorgung
flüssiger Abfallprodukte Die Entsorgung von flüssigem Abfall beginnt mit der Trennung des Wassers
gemäss dessen Nutzung, was ein nutzungsgerechteres Recycling zur Folge hat.
Das verschmutzte Wasser wird zur Trennung in die folgenden Kategorien unterteilt:
Abwasser aus der Küch;
- Abwasser aus Duschen und Sandstein basierten
Waschmaschine;
- Abwasser aus Toiletten und Pissoirs;
- Restwasser beim Einsatz von Bohrkernen oder der
Gewinnung von Gesteinsproben;
- Wasser aus mit Treibstoffen verschmutzen Duschen und
Lavabo.
Das
getrennte Abwasser wird durch ein unterirdisches Abwassersystem in Aufbewahrungsschächte
transportiert, von wo aus das überflüssige Wasser in ein Oxidationsbecken
weitergeleitet wird. Am Ende der Abwasserröhren ist das System so konstruiert,
dass das Wasser aus beträchtlicher Höhe in Form von dünnen „Fäden" fällt und
somit eine Oxydation stattfinden kann. Auf dem Boden und Entlang dem Gefälle
der Becken wuchern heimische krautartige Wasserpflanzen, welche zur Säuberung
des Wassers beitragen. Der Überfluss an Wasser aus den Becken wird dann in
Infiltrationsrinnen transportiert und dient damit als permanentes Bewässerungssystem
für die aufgeforstete Flora im Gebiet. Falls nötig, werden Sandfilter zur
weiteren Säuberung des Abwassers eingesetzt.
Aufforstungsprogramm
Im Rio
Blanco Einzugsgebiet hat International Minerals ein flächendeckendes
Aufforstungsprogramm ins Leben gerufen, welches aus den nachfolgenden Punkten
besteht. Aufforstung: Eine eigene Baumschule wurde angelegt mit einer
momentanen Kapazität von 15‘000 neuen Pflanzen pro Jahr. Die Kapazität kann
jedoch je nach Bedarf ausgeweitet werden. Zurzeit werden 23 baum- und
buschähnliche heimische Pflanzen gezüchtet. Zu den Hauptspezien gehören fünf
Arten von Quinia oder Yagual (Polylepsis SPP), Cucharillo, GaÑal oder Guluay
(Oreocallis Grandiflora), zwei Arten von Chilcas (Baccharis SPP), Laurel de
Cera (Myrica Pubescens), Bayan (Gynoxys SPP), Pichul oder Sacha Capulí (Vallea
Stipularis), Joyapa (Macleania SPP), Salvay (Salvia SPP), zwei Arten von Colle
(Buddleja SPP), Quishar (Buddleja SPP), Tushi (Gynoxys SPP), Tilo (Sambusu
SPP), Suso, Matico, Taura oder Sacha Chocho, Garaguay, Girepe oder Yudo.
Paramo Grasaufforstung Das Aufforstungsprogramm von Paramo Graspflanzen
beinhaltet verschiedene Arten von Calamagrostis SPP. Die Kapazität der
Baumschule wird auf 40‘000 Pflanzen pro Jahr geschätzt. Der Fokus liegt primär
auf der Wiederbelebung der Vegetation, die durch die Bohrplattformen, den
Zugang zu Strassen und in anderen Gebieten, wo die Vegetation durch
Explorationsaktivitäten beeinträchtigt wurde.
- Aufforstung heimischer Pflanzen
Im Zusammenhang mit der Wiederbewaldung von Paramo-Gras
und Sträuchern ist ein massives Aufforstungsprogramm nicht zwingermassen nötig. Als passende
Alternative wird Getreide in der Paramo-Region zwischen den Reihen angebaut, um
Streifen an Grasland von der Waldaufforstung frei zu lassen, wo die Breite der
Reihen vom durchschnittlichen Gefälle abhängt. Die heimischen Wald- und
buschartigen Arten werden bei dieser Art von Bepflanzung immer bevorzugt, was die
Aufrechterhaltung der heimischen Vegetation garantiert. Bei der Aufforstung
werden Löcher mit einer Fläche von 40cm auf 40cm gegraben und
Bewässerungsgraben und/oder Mikroterrassen konstruiert. Die Bepflanzung findet
in drei Reihen von 3m auf 3m statt. Zusätzlich kommen zwei zentrale
„Bobinen"-Reihenmodelle hinzu. Der Schutz der Baumbarrieren, speziell vor Wind
und Frost, kreiert ein neues Mikroklima, was die Vegetation in den brachen Streifen
verbessern wird und eine günstige Entwicklung sowie Nachhaltigkeit der
heimischen Vegetation nach sich ziehen soll.
Gartenbau Mit dem Ziel, das Potential
der Vegetation der Region abzubilden, wurde ein Demonstrationsgarten mit
ungefähr 20 verschiedenen Arten kreiert, welche in dieser Höhe vorkommen. Die
gezüchteten Pflanzen sollen später in den umliegenden Gemeinden mit eigenen
Gewächsgärten verteilt werden.
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- Herkömmliches
Getreide
Felder mit herkömmlichem Getreide wie Kartoffeln,
Melloco, Oca, Haba Bohnen und Wicke werden bei Familien der umliegenden
Gemeinden zur Veranschaulichung angepflanzt. Dieses Getreide wird zur
Reproduktion von Samen hergestellt, insbesondere von Tuberkeln, um diese später
an Familien im umliegenden Gebiet zu verteilen. Familien werden in die Welt der
verschiedenen Arten von Gras und Grünfutter eingeführt, welche in höher
gelegenen Zonen mit entsprechend tiefen Temperaturen angebaut werden können. Zurzeit
bestehen diese Beete aus zwölf verschiedenen Grassorten. Dies wird den Druck
auf Paramo-Gras, welches dauernden Verbrennungen ausgesetzt ist, reduzieren und
eine Nahrungsquelle für Rindvieh, Schafe und Pferde bieten.
- Medizinische
und aromatische Pflanzen
Die Ernte der Bauernfamilien enthält häufig
medizinische und aromatische Pflanzenarten, welche für den täglichen Gebrauch genutzt
werden. Um diesem Umstand gerecht zu werden, haben wir einen Garten mit allen
Spezien an medizinischen und aromatischen Pflanzen angelegt, um diese bei
Gebrauch reproduzieren zu können. Wir hoffen, damit die Vielfältigkeit der
Vegetation zu erhöhen und den Bauerfamilien eine grössere Varietät an Pflanzen
zu bieten, was schlussendlich einen positiven Effekt auf die Gesundheit der
Population haben soll.
Wasserversorgung
Die
Wasserversorgung der umliegenden Gemeinden in der Region ist für IMZ von ausgesprochener Wichtigkeit.
Folglich haben wir ein umfassendes System zur Sicherstellung einer geeigneten
Nutzung und Erhaltung von Wasser in der Region implementiert:
- Mikro-Bewässerungssystem
Um die Wasserversorgung bei der Aufforstung in den
Baumschulen sicherzustellen, wurde ein kleines Bewässerungssystem mit
verschiedenen Sprinklermodellen in Betrieb genommen. Das System soll den
Familien in den umliegenden Gemeinden als Fallbeispiel dienen und ist so
aufgebaut, dass eine Nachahmung zur eigenen Bepflanzung möglich ist. Die
Methode der Mehrfamilienbewässerung wird bereits in den umliegenden Gemeinden
angewendet.
Forellenzucht Die Wasserreservoirs, welche für die Bewässerung der
Baumschulen als auch zur Demonstration der Wasserqualität in den Höhen des
Bergbaus dienen, werden zur Zucht von Forellen benutzt. Diese Aktivität ist
auch in den Gemeinden bereits erfolgreich implementiert worden und bietet eine zusätzliche
Einkommens- und Nahrungsquelle.
- Umleitung
der Wildbäche
Negative Effekte der unterirdischen
Grabungen werden wegen der permanenten oder temporären Erosion des Bachbettes
durch den natürlichen Wassergang hervorgerufen und benötigen ein Eingreifen, um
Wildbäche in ihre geeigneten Bahnen zu lenken. Der schmale Fluss, welcher neben
dem Camp fliesst, zeigt Anzeichen einer Flussbett- Degradierung. Folglich haben
wir mit der Konstruktion von Gesteinsdämmen und Steinkörben an geeigneten
Stellen begonnen, welche je nach Degradierung des Flussbettes unterschiedlich ausfallen.
Diese Dämme, dessen Grösse von verschiedenen Variablen des Flussbettes
abhängen, besitzen Abflussvorrichtungen, um die normale Funktion des Flusses zu
garantieren und dem Flussbett die
Rückkehr zum ursprünglichen Zustand zu ermöglichen.
- Versickerungsschächte
Die Versickerungsschächte
messen 1m x 30cm x 20cm
und besitzen mehrere Funktionen. In der Aufforstung sichert das gespeicherte
Wasser das Überleben der Stecklinge. Zusätzlich fangen die Schächte das durch
Erosion abfliessende Wasser ab und halten gleichzeitig erodierte und
abgelagerte Sedimente zurück. Die Schächte machen eine Aufrechterhaltung und
Erhöhung der natürlichen Strömung der Bäche möglich.
Rekultivierung des Explorationsgebietes
- Wiedernutzbarmachung
der Bohrplattformen
Die Plattformen sind eigens für die
Explorationsbohrungen konstruiert. Folglich müssen die Paramo-Grasflächen entfernt
werden und an einen sicheren Ort für die künftige Wiedereinpflanzung gebracht
werden. Der landwirtschaftliche Boden wird dabei abgetragen und in Beutel gepackt,
während das Bodensubtrat in anderen separaten Beuteln untergebracht wird, um
für die spätere Wiederherstellung an den Bohrplattformen wieder verwendet zu
werden. Die Säcke mit dem Bodensubstrat werden als Mauern für die
Bohrplattformen gebraucht, welche 4m auf 4m messen. Nachdem die Bohrungen
abgeschlossen sind, wird zuerst das Bodensubstrat eingesetzt und nachher der
landwirtschaftliche Boden. Der Rasen wird am Schluss eingesetzt. Neue Pflanzen werden
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