Geschäftsjahr 2009 - Brief des CEO and die Aktionäre
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Stephen J. Kay Präsident & Chief Executive Officer
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28. September 2009
Sehr geehrte Aktionäre
Der Aktienpreis des Unternehmens hat im vergangenen
Jahr einen sehr volatilen Verlauf aufgezeigt. Obwohl sich der Preis seit seinem
52-Wochen-Tief von CD 1.17 im Dezember 2008 mehr als verdreifacht hat, streben
wir eine weitere Wertsteigerung für die Aktionäre an. Ein integraler Teil dieser
Wertsteigerungs-Strategie ist die von uns vorgeschlagene Akquisition der
Ventura Gold Corp., welche am 23. September 2009 in einer Medienmitteilung bekanntgegeben
wurde (siehe Diskussion weiter unten). Durch den Zusammenschluss mit Ventura
wird das spannende Inmaculada Gold-Silber Explorationsprojekt im
Bergbau-freundlichen Peru Teil unserer Entwicklungs- und Explorationsprojektpipeline.
Die Erholung unseres Aktienkurses in den letzten
neun Monaten ist primär durch den Produktionsanstieg der Pallancata Silber-Gold
Mine, an welcher wir mit 40% beteiligt sind, sowie den Wiederanstieg von
Edelmetallpreisen bedingt. Dennoch sind wir der Ansicht, dass der Aktienpreis
von den sich fortsetzenden Verzögerungen in Ecuador bezüglich dem neuen
Bergbaugesetz, welches letzten Januar angenommen wurde, negativ beeinflusst
ist. Wir erwarten, dass diese Verzögerungen in den kommenden Monaten beigelegt
werden, was sich positiv auf den Aktienpreis unseres Unternehmens auswirken
sollte.
Genereller
Marktkommentar
Die amerikanischen sowie ausländischen Medien
berichten weiterhin positiv über die Stabilisierung des US- und des
europäischen Finanzsystems (als Folge des sogenannten „Erfolgs" der
verschiedenen, massiven Stabilisierungssprogramme der Regierungen) sowie über
das bevorstehende Ende der momentanen Wirtschaftskrise.
Ich bin der Meinung, dass es noch nicht erwiesen ist,
ob die optimistischen Voraussagen der Medien eintreten werden. Die anhaltende Zunahme der Arbeitslosigkeit,
zunehmende Bankrotte (personeller sowie geschäftlicher Natur), abnehmende
Verbraucherausgaben sowie die anhaltenden Probleme im Immobilienmarkt,
insbesondere in Grossbritannien, den USA und Spanien, lassen Zweifel aufkommen.
Die steigende Staatsverschuldung der amerikanischen
sowie europäischen Regierungen ist wahrscheinlich der wichtigste Faktor,
welcher die Weltmärkte sowie die Gesellschaft in Zukunft beeinflussen wird. Die
Regierungen drucken Geld als ob es Konfetti wäre (ironischer weise könnte es
bald gleich viel wert sein!).
Es kann davon ausgegangen werden, dass der
Finanzsektor von beträchtlichen Turbulenzen und Volatilität betroffen sein
wird. Bis entscheidende makroökonomische Punkte gelöst sein werden, wird wohl
noch etwas Zeit verstreichen.
In letzter Zeit hat der US-Dollar deutlich nachgegeben
(wobei die Korrektur wahrscheinlich überfällig war) und notierte auf einem
1-Jahres-Tief gegenüber den wichtigsten Währungen. Wie wir in der Vergangenheit
beobachten konnten, besitzt der US-Dollar ein inverses Verhältnis zum
Goldpreis, womit ein anhaltend schwacher Dollar ein guter Indikator für einen
anhaltend hohen Goldpreis in der Zukunft ist.
Wie haben sich das Unternehmen,
der Bergbausektor und die Gold/Silber Märkte in diesem Jahr entwickelt?
Als die Finanzmärkte weltweit kollabierten, fiel der
Aktienpreis des Unternehmens im Dezember 2008 auf ein 6-Jahres-Tief von CD 1.17
(bei einer Börsenkapitalisierung von CD 112 Mio. oder ungefähr USD 104 Mio.).
Kein Industriesektor wurde verschont. Seitdem hat sich unser Aktienpreis auf CD
4.45 erholt (bei einer Börsenkapitalisierung von CD 414 Mio. oder USD 387
Mio.). Dennoch ist die Wahrnehmung des Unternehmens im Markt weiterhin negativ beeinflusst
durch die politischen Umstände in Ecuador (wie weiter unten erläutert). Wir vertreten
die Ansicht, dass die ecuadorianischen Risikofaktoren sowie unsere Anlagewerte in
Ecuador im momentanen Aktienkurs bereits deutlich eingepreist sind. Demnach
sollte sich der Aktienwert positiv entwickeln, sobald sich die Situation in Ecuador
stabilisiert.
Gold- und Silberpreise notieren im 2009 bis jetzt bei
+15% respektive +51%, wobei die Preisspannen in London bei USD 810-1‘001 und
USD 10.51-16.75 pro Unze liegen. Die Volatilität der Gold- und Silberpreise war
während des Jahresverlaufs hoch, da Anleger und Märkte auf Neuigkeiten der
Zentralbanken (inklusive einem neuen Gold-Abkommen der Zentralbanken, welches
die jährlichen Goldverkäufe auf 400 Tonnen limitiert anstatt auf bisher 500
Tonnen), Fluktuationen des US-Dollars sowie Vorrausagen der Medien bezüglich
ökonomischer Trends in den US- und Weltmärkten reagierten.
Die Preisvolatilität der Gold- und Silbermärkte wird
sich 2010 sicher fortsetzten, wobei ich keine Zweifel daran habe, dass der
Trend in Richtung höherer Preise gehen wird. Gründe hierfür sind primär die
oben erwähnten ökonomischen Faktoren sowie andere grundlegende Faktoren, wie
die steigende Investitionsnachfrage (als ein „sicherer Hafen" sowie
Inflationsschutz gegen stetig fallende Währungen, welche das Vertrauen in die wichtigsten
ungedeckten Währungen weiter geschwächt hat) sowie eine abnehmende Produktion.
Die meisten grossen sowie mittelgrossen
Minengesellschaften habe seit ihrem Tief im vierten Quartal 2008 eine deutliche
Erholung verzeichnet. Die mittelgrossen
Minengesellschaften haben dabei seit Januar 2009 besser als die grossen Minengesellschaften
abgeschlossen (wobei einige neuerlich ihr 12-Monats-Hoch übertroffen haben). Die
„Stagnation" des Aktienpreises der grössten Unternehmen ist hierfür wohl der
Grund, welche sich durch den Mangel an Wachstum erklären lässt. Da
Explorationsprojekte am Anfang dieses Jahrzehnts deutlich zurückgeschraubt
wurden, gibt es kaum signifikante neue Reserven die die heutige Produktion
ersetzen könnte. Mittelgrossen Minengesellschaften wird vom Markt hingegen ein
dynamischeres Wachstumspotential zugeschrieben. Diese Unternehmen werden mit
einem Agio gehandelt, da sie von den grösseren Minengesellschaften als
Übernahmeobjekte betrachtet werden.
Der Sektor für Junioren-Unternehmen hat sich jedoch
ganz unterschiedlich entwickelt. Die
Aktienpreise einiger Juniorproduzenten (wie International Minerals) haben sich
relativ gut erholt. Die wenigen stärker abschneidenden Junior-Unternehmen
scheinen aufgrund des niedrigeren politischen Risikos ihrer Operationsstandorte
(beispielsweise wichtige Minendistrikte in Kanada und Mexiko), fortgeschrittener
Entwicklungsstadien ihrer wichtigsten Anlagen, solider Bilanzen, Cashflows und Barmittel
bevorzugt zu werden. Obwohl es einige Kapitalerhöhungen von Junioren in diesem
Jahr gab, sind die Aktienpreise der Junior-Explorationsunternehmen generell
weiterhin tief. Für diese Unternehmen ist es schwierig, ihre Explorationsaktivitäten
zu finanzieren, da die Risikotoleranz der Anleger deutlich niedriger ist als noch
vor 18 Monaten. Das Unternehmen ist deshalb der Ansicht, dass in diesem Sektor Expansionsmöglichkeiten
existieren und die Ressourcenlagen geographisch diversifizierbar sind. Momentan
werden verschiedene Möglichkeiten im amerikanischen Kontinent geprüft.
Unternehmens-Update
Bezüglich der finanziellen Lage des Unternehmens, bin
ich erfreut, dass der Geschäftsjahresabschluss des 30. Juni 2009 wieder eine
starke Bilanz präsentiert. Die flüssigen
Mittel belaufen sich auf fast USD 44
Mio.
Nettoertrag (angegeben als „Net Equity Income" im Geschäftsbericht
vom 20. Juni 2009) der Pallancata Silber-Gold Mine in Peru, an welcher wir zu 40% beteiligt sind, betrugen USD 8.2 Mio. im Fiskaljahr 2009.
Pallancata konnte seine Minenproduktion im dritten Quartal
auf 3000 Tonnen pro Tag erhöhen und zahlte eine erste Bardividende an die Inhaber
von USD 3.1 Mio. Diese beiden Meilensteine konnten deutlich vor dem
ursprünglich terminierten Zeitpunkt realisiert werden. Für die 40% Beteiligung
an der Pallancata-Mine haben wir ungefähr USD 1.2 Mio. an Dividenden erhalten,
wobei mit zusätzlichen Dividenden vor Jahresende gerechnet wird.
Während Pallancata seit Beginn einen starken
operativen Cashflow verzeichnen konnte, hat das Pallancata Joint Venture
Unternehmen die Mehrheit der Barmittel verwendet, um die Erhöhung der
Produktionsrate zu finanzieren, von 500 tpd („tonnes per day) (als die Mine im
September 2007 in Auftrag gegeben wurde) auf die momentane Dauerleistung von
3‘000 tpd. Dies kommt einer eindrücklichen
sechsfachen Erhöhung in nur zwei Jahren gleich. Die Mine hat die Expansion selbst
finanziert, ohne zusätzliche Geldzuflüsse des Unternehmens. Zusätzlich mögen sie
sich daran erinnern, dass unser Partner und Minenbetreiber, Hochschild, ganz
alleine die anfänglichen Kapitalausgaben für die Konstruktion der Mine, die
Infrastruktur sowie die Expansionskosten bis
zu einem Produktionslevel von 1‘000 tpd finanziert hat. Dies ist
sicherlich ein einmaliges Abkommen in der Minenindustrie.
Es wird erwartet, dass Pallancata am Ende des Jahres
die fünft- oder sechstgrösste Silbermine der Welt sein wird. Unsere Schätzungen
hinsichtlich der Produktion liegen bei ungefähr 7 Mio. Silberunzen (zusammen
mit ca. 25‘000 Goldunzen). Für 2010 schätzen wir, dass Pallancata gegen 10 Mio.
Silberunzen und 35‘000 Goldunzen produzieren wird (40% davon gehen an IMZ),
wobei das Unternehmen mit signifikanten Bardividenden für das Jahr 2010
rechnet. Da sich unser Produktionsanteil auf fast vier Millionen Silberunzen in
2010 beläuft, sollten wir vom Markt als mittelgrossen Silberproduzenten
wahrgenommen werden. Dies in einem Sektor, in welchem es im Vergleich zum
Goldsektor an Produzenten mangelt.
Um unsere loyalen Aktionäre während der Finanzkrise
Ende 2008 zu unterstützen, als auch um das Vertrauen unseres Gremiums in die
Zukunft des Unternehmens wie auch in unsere Bilanz zu stärken, haben wir am 17. Oktober 2008 ein Aktienrückkaufprogramm initiiert.
Mittels des Rückkaufprogrammes haben wir bis heute ungefähr USD 6.2 Mio.
ausgegeben um 3.2 Mio. Aktien für einen durchschnittlichen Preis von CD 2.38
pro Aktien zurückzukaufen. Die wiedergekauften Aktien wurden vernichtet,
wodurch sich die offenstehenden Aktien um 3.3% auf das momentan emittierte Aktienkapital
von 93.0 Mio. verringert haben. Seit April 2009 haben wir keine zusätzlichen
Aktienrückkaufprogramme getätigt. Das Rückkaufprogramm wird am 16. Oktober 2009
beendet sein.
Akquisition der Ventura Gold Corp.
Am 23. September gab das Unternehmen die Unterschrift
einer bindenden Einverständniserklärung zum Kauf, in einer reinen Aktientransaktion,
aller emittierten und offenstehenden Aktien von Ventura mittels eines gesetzlichen
Übereinstimmungsabkommens.
Der Hauptvermögenswert von Ventura ist die 51%
Beteiligung (sowie das Recht auf einer Erhöhung der Beteiligung auf 70%) an dem
Inmaculada Gold-Silber Grundstück im südlichen Peru, ungefähr 25 km südwestlich
der Pallancata-Mine. Der verbleibende Anteil der Inmaculada Mine gehört der
Hochschild Mining, unserem Partner der Pallancata-Mine.
Die Ventura-Übernahme ist ein erster und wichtiger
Schritt unserer Wachstumsstrategie und um verstärkt Shareholder-Value zu generieren.
Mit dem Zusammenschluss mit Ventura können wir das spannende Inmaculada-Projekt
im Bergbau-freundlichen Peru zu unserem Projektentwicklungs-Portfolio
hinzufügen.
Wir betrachten Inmaculada als eines der besten neuen
Edelmetallentdeckungen der letzten Jahre und wir sind fest davon überzeugt,
dass Inmaculada eines Tages analog zu den Pallancata-Bergwerken florieren wird.
Wir beabsichtigen, uns mit unseren ausgeprägten technischen Kompetenzen und
Entwicklungskenntnissen unter Beibehaltung einer gesunden Bilanz dem
Inmaculada-Projekt zu widmen, um dieses zu realisieren. Dabei planen wir, unseren
Anteil am Projekt klar vor der im Joint-Venture-Abkommen mit Hochschild
auferlegten Frist im September 2013 auf 70% zu erhöhen.
Relevante Details der Ventura-Akquisition:
- Ventura-Aktionäre werden für zehn Ventura-Stammaktien
eine Aktie von International Minerals
erhalten. Der Wert, welcher an Ventura pro Stammaktie bezahlt wird, ist
auf CD 0.43 festgelegt und mit einer Prämie von 23% auf den Schlusskurs
der Ventura-Aktie am 23. September 2009 sowie einer 37%-Prämie basierend
auf dem Durschnittskurs der letzten 15 Handelstage behaftet. Der kumulierte
Wert der Übernahme beträgt ungefähr CD 64.6 Mio. (voll verwässert). Dies
entspricht in etwa USD 60 Mio.
- Das Unternehmen wird etwa 13.7 Mio. Stammaktien
an Ventura-Aktionäre emittieren, was ungefähr 12.8% der 106.7 Mio.
gehandelten Aktien des Unternehmens nach der Übernahme entspricht. Das voll
verwässerte Aktienkapital wird inklusive Optionen und Optionsscheine von
Ventura von 102.7 Mio. auf etwa 117.7 Mio. anwachsen, basierend auf
Annahmen des Unternehmens über Venturas wandelbare Wertschriften.
- Ventura wird ein Überbrückungskredit mit einem
Nominalwert von bis zu USD 2 Mio. erhalten um die Aufrechterhaltung der
Bohrarbeiten in Inmaculada aufrechtzuerhalten. Obwohl der Kredit zinslos
ist, wird im Falle der Annahme eines besseren Übernahmeangebots der Kredit
sofort zurückgezahlt werden müssen, inklusive aufgelaufenen Zinsen bei
einer Rate von 10% pro Jahr.
- Ein Busse wegen Vertragsbruches in Höhe von USD
500'000 wird im Falle der Annahme eines anderen Übernahmeangebots für
Ventura fällig. Die gleiche Busse wird für International Minerals fällig,
falls das Unternehmen von der Akquisition zurücktreten sollte.
- Die Transaktion hängt unter anderem von der
Zustimmung der Behörden und der Ventura-Aktionäre sowie der Beendigung der
rechtlichen Kaufprüfung und der Fertigstellung sämtlicher Vertrags- und
Meldedokumente. Die Absichtserklärung sieht die Beendigung der Kaufprüfung
sowie Fertigstellung sämtlicher Dokumente auf den 31. Oktober 2009 vor.
- Die Transaktion benötigt die Zustimmung von
mindestens 2/3 aller an der speziell einberufenen Generalversammlung vom/um den
17. Dezember 2009 anwesenden Aktionäre. Die Übernahme soll kurz danach
stattfinden.
Drei von fünf Verwaltungsratsmitglieder von Ventura sind ebenfalls in der Geschäftsleitung
tätig. International Minerals hält 504‘923 Stammaktien an Ventura (Anteil: 0.37% des sich im Umlauf
befindenden Aktienkapitals) und stellt Ventura gewisse administrative und
explorationstechnische Managementdienstleistungen zur Verfügung.
Technische Informationen über das Inmaculada-Grundstück:
Das Inmaculada-Grundstück besteht aus mehreren klassischen, mit tiefem
Sulfatgehalt ausgestatteten epithermalen Adernsysteme und befindet sich in der
Nähe eines bekannten Bergbaugebietes und liegt 25km südwestlich der
Pallancata-Minen.
Seit der Ausübung seiner Option auf das Gebiet von Hochschild im Jahre
2007, konzentrierten sich die Bohrarbeiten bis zum heutigen Datum hauptsächlich
auf die Angela-Ader, eine der über elf signifikanten Adernsysteme, welche bis
anhin auf dem 14‘672 Hektar grossen Gebiet entdeckt wurden. Diese Adern sind
relativ wenig erforscht und erstrecken sich über ein Gebiet von über 25 km im
erschliessbaren Bohrgebiet.
Im Januar 2009 veröffentlichte Ventura eine erste Schätzung der
Mineralressourcen der Angela-Ader basierend auf ungefähr 15‘000 Meter an
Bohrungen. Diese ist detailliert im unabhängigen National Instrument 43 101-
konformen technischen Bericht dargestellt und auf www.sedar.com unter Ventura vorzufinden.
Die geschätzten abgeleiteten Ressourcen betragen 483'000 Unzen Gold und
16.6 Mio. Unzen Silber mit einem Gehalt von 4.0 g/t (Gramm pro Tonne) Gold und
139g/t Silber bei 3.7 Mio. Tonnen Fördermaterial (auf einer 100% Basis) und
einem Mindestgoldgehalt von 3.0 g/t Gold-Gegenwert. Diese Ressourcen
repräsentieren einen 690‘000 Unzen Gold-Gegenwert bei einer Gold/Silber-Verhältnis
von 80:1, einem Goldpreis von USD 750 pro Unze, einem Silberpreis von USD 12
pro Unze und den daraus geschätzten metallurgischen Ausbeuten von 90% für Gold
und 70% für Silber. Metallurgische Tests zur Bestätigung dieser
Ausbeutungsraten stehen noch aus.
Im August 2009 kündigte Ventura erste Resultate einer 7'000 Meter tiefen
Folgebohrung in der Angela-Ader an. So wurde unter anderem eine der bis heute besten
Bohrabschnitte entdeckt mit einer geschätzten Breite von 11.0 Meter und einer
Durchschnittsrate von 4.1g/t Gold und 324 g/t Silber (inklusive 4.5 Meter Abstufung
mit 6.7 g/t Gold und 554 g/t Silber).
Die neusten Bohrresultate haben die streichende Länge der Mineralisierung
in der Angela-Ader auf über 1'100 Meter bei einer Tiefe von 450 Meter unter der
Oberfläche ausgeweitet. Die Bestände bezüglich Tiefe und Länge in den
Nordwesten sind weiter unbekannt. Eine nächste Schätzung der Ressourcen wird
auf Anfang 2010 erwartet.
Aufnahme im Swiss Performance
Index (SPI)
Wir freuen uns anzukünden, dass das Unternehmen seit dem 24. August 2009 im
prestigeträchtigen Swiss Performance Index (SPI) kotiert ist.
Damit ist International Minerals nicht nur das einzige Edelmetallproduzent,
welches an der Schweizer Börse (SIX) gelistet ist, sondern auch das erste
Goldunternehmen im SPI und eines von elf ausländischen Unternehmen im SPI.
Der SPI besteht aus 227 Unternehmen mit einer totalen Marktkapitalisierung
von ungefähr CHF 832 Mrd. (etwa USD 778 Mrd.) und enthält Titel von weltweit renommierten
Unternehmen wie Nestlé, Novartis und Roche. IMZ gehört zu den ersten 100
Unternehmen im SPI mit einer Gewichtung von ungefähr 0.04%. Im
Small-Cap-Unterindex steht das Unternehmen an elfter Stelle von insgesamt 128 Unternehmen.
Die Kotierung im SPI soll dem Unternehmen bei der Ausweitung der
Marktpräsenz in der Schweiz helfen und neue Türen zu Schweizer Fonds und
Investoren öffnen, welche nur Aktien von SPI-gelisteten Unternehmen erwerben dürfen.
Ecuador
Die Entwicklung der Bergbauindustrie in Ecuador ist dieses Jahr nicht so
stark vorangeschritten wie vor einem Jahr erwartet und der Markt steht diesem
Umstand immer noch mit Bedenken gegenüber.
Im September 2008 wurde einer neuen Verfassung zugestimmt und im April 2009
wurden neue Präsidentschafts- und Parlamentswahlen abgehalten. Rafael Correa
wurde als Präsident wiedergewählt und hat zusammen mit einem neuen Parlament
das Regierungsgeschehen im August 2009 für weitere vier Jahre aufgenommen.
Zwar wurde das langersehnte neue Bergbaugesetz in Ecuador im Januar 2009
angenommen, die Implementierung der Gesetzes-Details sind jedoch schon mehrere
Monate imVerzug. Folglich hat die Mehrheit aller Bergbauunternehmen in Ecuador
bisher keine signifikanten Aktivitäten auf ihren Grundstücken aufgenommen.
Zwei der Schlüsselkomponenten des neuen Minengesetzes sind Mechanismen für
eine vorgeschlagene Produktionsabgabe an den Staat (mindestens 5%) sowie der
Einfluss einer 70%-Steuer auf unerwartet hohe Gewinne. Diese könnten das
Potential von Projekten, dessen Wirtschaftlichkeit von steigenden Metallpreisen
abhängt, nach oben stark begrenzen. Diese Themen sind jedoch noch immer im
parlamentarischen Prozess hängig.
Für einen detaillierten Einblick in diese sowie in andere Details bezüglich
des neuen ecuadorianischen Minengesetzes konsultieren Sie bitte den
"Management Discussion and Analysis" (MD&A)-Bericht des
Unternehmens für das Geschäftsjahr 2009.
Updates zu den
Unternehmensprojekten
Hier finden sie ein kurzes Update zu den drei wichtigsten Bergbaugrundstücken
in Peru und Ecuador:
Pallancata Silber-/Goldmine, Peru
Die Pallancata-Mine ist seit ihrem Beginn im September 2007 eine grosse
Erfolgsgeschichte.
Bereits im 2008, dem ersten vollen Förderungsjahr der Mine (4.2 Mio. Unzen
Silber und 16‘000 Unzen Gold bei 100%-iger Auslastung) gelang es Pallancata,
unter die Top-10 der globalen Silberproduzenten vorzustossen.
Im Kalenderjahr 2009 nährte sich Pallancata (mit einer geschätzten
Jahresproduktion von 7 Mio. Unzen Silber und 25‘000 Unzen Gold) bereits an die
Top-10 der Silberproduzenten weltweit - eine beachtliche Leistung.
Seit dem Start im September 2007 bis zum aktuellen Geschäftsjahr (30. Juni
2009) wurden ungefähr 8.1 Mio. Unzen Silber und 31‘000 Unzen Gold gefördert mit
totalen Kosten von etwa USD 6.41 pro Unze Silber, abzüglich dem Ertrag aus
Goldnebenprodukten.
Das Potential weiterer Reserven in Pallancata wurde bei kürzlichen
Explorationsbohrungen betont, da von hoher Reinheit geprägte Mineralproben in mehreren
Zielgebieten nahe der existierenden Minen zu Tage gefördert wurden. Geplant ist bis Ende 2009 die Komplettierung
von total 20‘000 Meter oberflächlicher Explorationsbohrungen.
Der Fokus bei den Explorationsbohrungen lag bisher in den Gebieten in
Virgen del Carmen und Ost-Pallancata. Hervorzuheben sind Probebohrungen von
einer Breite mit 1.5 m (nicht bestätigter Wert) mit einer Reinheit von 785g/t
Silber und 1.5 g/t Gold in Virgen del Carmen und 1.5 Meter mit 857 g/t Silber
und 2.7 g/t Gold in Ost-Pallancata. Im Schnitt betrugen die Reinheitsgrade in
den Pallancata-Minen bis heute ein wenig über 300 g/t Silber und 1.4 g/t Gold.
Hochschild, unser Partner und Betreiber der Minen, wird 2010voraussichtlich
in Virgen del Carmen (ungefähr zwei Kilometer nördlich), einer potentiellen Nebenmine
von Pallancata, weitere Probebohrungen und Ingenieurstudien durchführen.
Ost-Pallancata ist der erweiterte Arm der Hauptader von Pallancata, welche
zurzeit abgebaut wird. Andere angestrebte Adern befinden sich alle innerhalb
von zwei Kilometern der existierenden Mine. Wir glauben, dass diese Adern das
Potential besitzen, die Lebensdauer der Mine auszuweiten und die momentane
Produktion ohne wesentliche zusätzliche Infrastruktur zu komplettieren.
Gold-Silber-Projekt Rio Blanco, Ecuador
Wie im letzten Aktionärsbrief beschrieben, wurde die benötigte Zulassung
für Umweltschutz und Produktion für die vorgeschlagene Untertageförderung in
Rio Blanco aufgeschoben. Grund hierfür ist die Aussetzung der Aktivitäten,
verursacht durch das ecuadorianische Bergbaumandat im April 2008. 2009 begannen
wir, die Kosten in Ecuador zu verringern, unter Anderem durch einen Arbeitsplatzabbau.
Rio Blanco ist somit temporär auf Eis gelegt wegen der, wie oben erwähnten,
noch ausstehenden Klärung der wichtigen Abschnitte im neuen Bergbaugesetz.
Ausführliche
Ingenieursarbeiten wurden in Rio Blanco allerdings bereits abgeschlossen. Wir
gehen momentan von einem Start der Produktion in der zweiten Hälfte 2012 aus,
abhängig von der Ausgabe neuer Bestimmungen für das neue Bergbaugesetz, dem
Abschluss des Zulassungsprozesses sowie dem Aufbringen zusätzlicher Finanzierungsmittel
für das Projekt (der Betrag wird Anfang 2010 durch das Management ermittelt,
sobald das Timing der Zulassung als auch die Schätzungen für die in 2010 zu
zahlenden Dividenden von Pallancata verfügbar sind).
Die beabsichtigte
Durchschnittsproduktion beträgt etwa 70‘000 Unzen Gold und 400‘000 Unzen Silber
über die 7,5-jährige Lebensdauer der Mine. Die Zahlen basieren auf den
nachgewiesenen und geschätzten Mineralreserven von etwa 600‘000 Unzen Gold und
4,3 Mio. Unzen Silber, enthalten in 2,1 Mio. Tonnen mit einem Goldgehalt von 8.8
g/t und einem Silbergehalt von 62 g/t, bei einem Mindestgoldgehalt von 4.0 g/t.
Die aktuellen
Kapital- und Betriebskosten für Rio Blanco wurden im Februar 2009 vom
Unternehmen angekündigt (unter Benutzung der Höchstkosten von Mitte 2008 und
Betriebsposten) und auf USD 120 Mio. für die Anfangsinvestitionen geschätzt,
USD 295 pro Unze Gold in Bargeld, abzüglich Erträge aus Silbernebenprodukte.
Die totalen Produktionskosten wurden auf USD 595 pro Unze Gold geschätzt,
abzüglich Erträge aus Silbernebenprodukte.
Bei einem
Goldpreis von USD 950 pro Unze (nahe am momentanen Marktpreis) hätte das
Projekt einen geschätzten interner Zinsfuss von fast 30% und einen Kapitalwert
von knapp USD 150 Mio., bei einem angenommenen Zinssatz von 5% vor Steuern und
Gebühren an die Regierung.
Gold-Projekt Gaby, Ecuador
Die Lagerstätte Gaby ist eine der grössten unerschlossenen Gold-Lagerstätten
in Südamerika, die im Tagebau abgebaut werden kann. Sie bietet unseren
Aktionären einen deutlichen Hebel im Falle höherer Goldpreise. Sie kann quasi
als eine „sich im Boden befindliche" Call-Option im Falle höherer Goldpreise
angesehen werden.
Im Februar
2008 veröffentlichte das Unternehmen die Ergebnisse einer vorläufigen Wirtschaftlichkeitsstudie
für einen 20‘000 Tonnen pro Tag-Betrieb. Die Studie zeigte, dass Gaby bei einem
Goldpreis von USD 650 je Unze unprofitabel wäre, die Profitabilität aber bei
höheren Goldpreisen stark zunehmen würde, insbesondere bei der Ausnutzung von Skaleneffekten
bei grösserem Produktionsumfang.
Ein Zusatz zur
Wirtschaftlichkeitsstudie vom Januar 2009 bestimmte eine deutlich höhere
Anlagen-Durchsatzrate mit dem Ziel, die Wirtschaftlichkeit des Projektes zu
verbessern und um letztendlich eine finale Wirtschaftlichkeitsstudie
durchzuführen. Die Studie ergab, dass bei einer Durchsatzrate von 60‘000 Tonnen
pro Tag, bei Kapitalkosten von etwa US$ 900 Mio. und einer durchschnittlichen,
jährlichen Goldproduktion von 330‘000 Unzen über 16 Jahre, das Projekt Gaby bei
einem Goldpreis von USD 850 je Unze wirtschaftlich wäre. Bei einem Goldpreis
von USD 1000 könnte das Projekt einen Cashflow von mehr als USD 900 Mio.
generieren, bei USD 1‘500 sogar mehr als USD 4 Mrd. (beide Werte geschätzt vor
Steuern und vor Gebühren an die Regierung). Diese Schätzungen verdeutlichen das
bei höheren Goldpreisen enorme Potential von Gaby.
Momentan
werden die berechneten und angedeuteten Ressourcen (auf einer 100%
Projektbasis) auf 356 Mio. Tonnen bei einem durchschnittlichen Goldgehalt von
0.61 g/t auf insgesamt 6.9 Mio. Unzen Gold, bei einem Mindestgehalt von 0.4
g/t, geschätzt. Das Unternehmen kontrolliert etwa 60% der eben erwähnten
Goldreserven, also etwa 4.2 Mio. Unzen Gold.
Zusammengefasst
werden wir also momentan nicht mit der finalen Wirtschaftlichkeitsstudie von
Gaby fortfahren, bis der Goldpreis dauerhaft auf über USD 1‘000 je Unze
gestiegen sein wird und die bereits erwähnten wichtigen Passagen im neuen
Bergbaugesetz verfügbar sind. Wahrscheinlich ist jedoch, dass Bohrungen in Gaby
Anfang 2010 wieder aufgenommen werden. Grund ist vor allem der stetig
zunehmende und bereits seit mehr als zwei Monaten bei mehr als US$ 1000 je Unze
notierende Goldpreis, aber auch die Anforderungen entsprechend der Bestimmungen
des Bergbaugesetzes (diese fordern eine zu verhandelnde Explorationsaktivität
in allen Bergbaugebieten).
Die oben ausgeführten technischen Informationen wurden von den folgenden
qualifizierten Personen des Unternehmens bzw. Ventura geprüft: Nick Appleyard,
Technischer Manager und Mark Cannuli, Explorationsmanager.
Geschäftsjahr 2010 - Unternehmensziele
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Lage der Grundstücke von International Minerals
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Im
Geschäfts- und Kalenderjahr 2010 konzentrieren sich die Explorations- und
Erschliessungsanstrengungen des Unterneh- mens vor allem auf Folgendes:
- Die
Produktion auszuweiten und die Reserven und Ressourcen der Pallancata-Mine
zu erhöhen, zusammen mit unserem Partner Hochschild. Es wird erwartet,
dass Pallancata einen deutlich höheren Cashflow sowie Dividenden für das
Unternehmen im Geschäfts- und Kalenderjahr 2010 generiert;
- Kenntnis
erlangen über die entscheidenden Sachverhalte des neuen ecuadorianischen
Bergbaugesetzes, gefolgt von einer Strategie für die
Produktionszulassungen für den Aufbau des Gold-Silber-Bergbaus und der
Verarbeitungsabläufe in Rio Blanco. Das Unternehmen hofft, die endgültige
Zulassung im ersten Quartal 2010 zu erhalten und mit dem Aufbau 3-6 Monate
später zu beginnen, falls bis dahin zusätzliche finanzielle Mittel aufgenommen
werden müssen (auf einem Niveau das
vom Unternehmensmanagement noch nicht bestimmt worden und abhängig ist von
den Cashflow-Schätzungen von Pallancata im Kalenderjahr 2010)
- Erwerb
von Opportunitäten die sich entweder in Produktion oder fast in Produktion
befinden, oder fortgeschrittene Explorationsprojekte und/oder Unternehmen
übernehmen, um unser Portfolio an fortgeschrittenen Projekten zu ergänzen,
unseren Cashflow und/oder unsere Reserven- und Ressourcenbasis zu erhöhen;
und
- das
Anstreben strategischer Joint Ventures, wie zum Beispiel mit Hochschild in
Pallancata, um Projekte mit reduziertem zusätzlichen Barmitteln des
Unternehmens voranzutreiben und/oder die zeitlichen Ablaufpläne für
Produktionsszenarios zu optimieren
Im Auftrag
des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung danke ich den Angestellten und
Beratern des Unternehmens für ihre Anstrengungen in diesem Jahr sowie unseren
treuen Aktionären für ihre andauernde Unterstützung und ihren Glauben an den
Erfolg des Unternehmens.
Freundliche
Grüsse
Stephen J.
Kay Präsident und Chief Executive Officer
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